Carrera Liqui Molly

Technische Details

 

Bausatz / Eigner

Carrera Rennboot „Liqui Molly“ 

Länge / Breite

575 mm / 237 mm

Gewicht

original : ca. 1 kg

Antriebsanlage / Leistung

original : Mabuchi RS 540 S an Widerstandsregler

heute :    Graupner (Plettenberg)  930-8/10 Bürste an robbe RSC 750 Regler

Akkuleistung / Fahrzeiten

original : 5 bis 6 Minuten mit 6 NiCD Zellen 7,2 V / 1,8                                       heute :    8 Minuten mit LiPo (SLS) 3S 11,1 V / 4000 mAh ++

Geschwindigkeiten

derzeit verschiedene Rennschrauben in Erprobung

Funkausrüstung

Graupner MC-26 hott, 2,4 GHz mit Telemetrie zur LiPo Überwachung

Geschichte - Modell

Das Rennboot „TacTacTow“ habe ich als 11 jähriger Bub 1983 bekommen. Es entstammt einem Bausatz von Carrera, der„Liqui Molly“, der 1982 erstmals auf den Markt kam. Das Markante an dem Bausatz ist der massive zweischalige ABS Fertigrumpf, der ein annähernd unsinkbares Rennboot gewährleistet. Der Bau war mit dem Bohren des Durchlasses für das Stevenrohr sowie dem Einkleben selbigens nebst Motorträger und RC-Träger/Rudersteven sowie diverser Montagearbeiten der RC-Anlage und Ruder nach etwa 4 Stunden erledigt. Mit wachsenden Lackierfertigkeiten wich später der aufgeklebte Decor-Satz im Liqui-Molly Design einer eigenen Variante. Die Namensgebung folgte nach einem beliebten Zeitvertreib während langweiliger Schulstunden….. Der RC-Ausbau mit der seinerzeit  üblichen Technik aus z.B. per Servo angesteuertem Widerstandsfahrtenregler (aus dem RC-Car Bereich, d.h. der Regler konnte auch „Vollast zurück“ steuern … für ein Rennboot eine gefährliche Variante….) erfuhr über die Jahre manchen Austausch. Das heutige „Setup“ wurde erst kürzlich und maßgeblich unter Beratung durch Lechner-Elektronik erstanden und eingebaut.

Durch seinen soliden Rumpf pflügt das Rennboot auch noch durch die Wellen, wenn andere Kapitäne wegen drohendem Seeschlag bereits gerne den sicheren Hafen aufgesucht haben…..

Anekdote:

Als seinerzeitiges Mitglied des SMC Klabautermann, München nahm ich als stolzer Rennbootbesitzer an der Eröffnungsveranstaltung der Internationalen Gartenschau (IGA) in München teil. Unser Verein hatte den heutigen „Mollsee“ im Westpark als „Hausgewässer“ zuerkannt bekommen. Dafür stellten wir an den Veranstaltungswochenenden der Gartenschau den Fahrbetrieb mit unseren Modellen auf dem See sicher und fanden viel Zuspruch.  Natürlich befanden sich hier wunderschöne und aufwendig gebaute Modelle en Gros auf dem Wasser – aber mit dem flotten Rennboot erhielt ich dann doch die Aufmerksamkeit der Zuschauer – und hin und wieder hörte man auch einmal „endlich bewegt sich da mal was…“. Und ich war natürlich stolz. Dass die Fahrdauer seinerzeit mit 3 Akkus a 6 bis 8 NiCd Zellen in Summe unter 20 Minuten lag…..nahm ich gerne in Kauf. Dass ich mir dabei nicht nur einmal die Finger beim Akkutausch verbrannte ebenfalls….denn der glühte wie der ungekühlte Motor – immer !

Das heute ja schon „historische Carrera“ Rennboot stellt für mich eine schöne Erinnerung an glückliche Tage meiner Kindheit und das Basteln und „Schifferlfahren“ mit meinem Vater dar.