Chris-Craft „Holiday“ - Von der gelungene Umsetzung einer Legende ins Modell ...
Eines der schönsten Sportboote der 60iger Jahre ist für Dietmar die „Holyday“. Besonders der V8, der im heutigen Sportbootbau immer mehr zum Außenseiter wird, verleiht dem Boot neben „Sound“ auch seine außerordentliche Fahrleistung.
Diese Fahrleistung war es, die auch im Modell überzeugten und nachdem die Begeisterung „übergeschwappt“ war wurde beim vth-Verlag der Bauplan bestellt, der auch wenige Tage später zugestellt wurde.
Und wie es so geht, erhielt Dietmar fast parallel ein Angebot zur Übernahme einer fertigen „Holiday“, die zur Hälfte durchnässt war...und die andere Hälfte bereits faulig. Vom Ehrgeiz gepackt begann die Restaurierung, da genau dieses Schicksal ja auch den Originalen wiederfährt. Genügend Unter- / Vorlagen waren über den Plan und die (irgendwann) ausgetrockneten Schadteile jedenfalls vorhanden.
Das Modell wurde auch technisch komplett „entkernt“ und durch einen „handgemachten Antriebsstrang“ ersetzt. Zu den Besonderheiten des Modells zählen gewiss die „kleine Historie“ und auch seine jetzige Technik. So entstand schlichtweg ein Fahrmodell, das die Designmerkmale, besonders auch „in Fahrt“ wirklich widerspiegelt. Eine weitere Ausgestaltung ist damit auch nicht mehr geplant – besonders auch, da bereits Kielholz und Spanten für einen kompletten Neubau vorhanden sind.
Gerade das „Driften“ war eine Spezialität und auch das Modell beherrscht dies. Die lange Fahrzeit tut ihr Übriges zur Freude und aufgrund der Größe des Modells verträgt es auch ein wenig Welle „mehr“.
Der Antriebsstrang entstand komplett in der eigenen Werkstatt – eine Wellenanlage mit einem Rundlauf per Meßuhr im 100stel gerichtet/geprüft. Der Elektromotor (Bürste) wurde weiter „auf Drehmoment“ selbst gewickelt.
Zum Original: Eine wahre Zeitmaschine
Henry Ford hatte eines – Elvis Presley auch...... ein Motorboot der legendären amerikanischen Marke „Chris-Craft“. Und einst wie jetzt sind die Originale und Modelle der PS starken Boliden immer noch begehrt und beliebt....
Auch eines der Designmerkmale für Runabouts stammt aus der Hand von Jay Smith, sprich das schmal zulaufende „Barrel Back“.
Die Firmengeschichte ist lang und mehrfach Wegweisend, wenngleich auch fast immer im Stillen vollzogen. So baute man bei Chris-Craft schon in den 1920igern Boote in Serie und Takt. Dazu blieb man sich im Design treu – die Boote müssen wie die Straßenkreuzer der 60iger aussehen – viel Mahagoni geschützt durch Lack, viel Chrom und einen grummelnden V8 im Bauch haben. So überdauert die Firma in Familienbesitz die Zeit die nicht immer einfach war.
Als das GfK-Zeitalter jedoch endgültig dämmert, trennt sich die Eigentümerfamilie von ihrem Bootsimperium. Der Kaufpreis für das Unternehmen beträgt 40 Millionen Dollar. Schließlich verlässt 1972 die letzte Holz-Chris-Craft die Fertigungshallen, eine fast zwanzig Meter lange „Constellation“ mit Detroit-Dieseln. Insgesamt sollen in den fast 140 Jahren Werftgeschichte rund 250.000 Boote gebaut worden sein.
Die „Holiday“ erwarb sich besonders aufgrund ihrer Kompaktheit, Wendigkeit aber auch ihres kräftigen Antriebsstranges einer Beliebtheit, da mit Ihr Wasserskilaufen sowie Schleppschirm (oder ehemals Schleppdrachenbetrieb) problemlos möglich war (und noch immer ist).
Eigner: Dietmar
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Technische Daten (Modell) |
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Maßstab |
1/7 |
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Gesamtlänge (ü.a.) |
870 mm |
